meine Musik
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Musik sollte ihre eigene Sprache sprechen und sich ausschließlich durch sich selbst „erklären” können. Darum hier nur einige wenige Worte über meine Ideen und Quellen der Inspiration:

Die Entwicklungen der Musikgeschichte haben sich ab Beginn des 20. Jahrhunderts förmlich über- schlagen und waren stilistisch weiter gefächert als je in einer Epoche zuvor. Der Individualstil war vorrangig einem Epochemachenden. Einige dieser Wege sind nicht weiter verfolgt worden, obwohl ich denke, dass man in musikgeschichtlicher Hinsicht in dieser Zeit noch einiges entdecken und weiter- entwickeln kann.

Deshalb versuche ich in meinen Kompositionen dort nochmals anzuknüpfen und zum Beispiel durch die Wahl außergewöhnlicher Instrumentierung, insbesondere im Bereich der Kammermusik auf einer Basis des dem Ohr bereits Vertrauten weiter zu gehen, neue Klangräume zu erschließen und somit bestimmte Genres der Kammermusik- und Solokonzertliteratur bibliografisch zu erweitern. Da ich selbst Oboist bin, gibt es dort natürlich einen gewissen Schwerpunkt.

Stilistisch würde ich darum meine Kompositionen ganz auf den Strömungen der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts basierend ansetzen, mit Einflüssen jüngerer Kompositionstechniken wie zum Beispiel der sogenannten “minimal music”. Meine Musik ist sehr assoziativ und versteht sich neben formalen und rein kompositorischen Aspekten vor allem auch als Begleitung und Wegbereiter zu inneren Bildern oder Seelenzuständen... Klänge werden zu Landschaften. Der Hörer muss beim ersten Hören auf eine ganz persönliche „Reise“ mitgenommen werden, deren Ziel er allein bestimmen darf, um am Ende neugierig auf eine weitere Begegnung mit vielleicht noch „unerhörten” Klängen zu werden.

Trotz des kammermusikalischen Schwerpunktes meiner Arbeit wirken die Kompositionen eher symphonisch. Musikalische Motive werden zu immer neuen farbigen Klangteppichen gewoben, ähnlich einem Kaleidoskop. Darum stellt meine Musik durch ihre hohe Tondichte und nicht zuletzt aufgrund ihrer rhythmischen Komplexität große Anforderungen an den einzelnen Spieler, vor allem aber an das Zusammenspiel im Ensemble. Bei aller detaillierter Ausarbeitung steht für mich jedoch immer die große Form, der ruhende Bogen als Gesamtkonzeption im Vordergrund und natürlich das Bestreben, den Kontakt zum Zuhörer nie zu verlieren, egal ob dieser sein Augenmerk mehr auf die Details oder die gesamte „schwebende Fläche“ lenken mag. Auf einigen der in jüngerer Zeit von Komponisten beschrittenen Wegen scheint mir das Publikum teilweise verloren gegangen oder zumindest in vielen Fällen überfordert zu sein, was für mich eine Zweckentfremdung darstellt.

Musik ist für mich eine Sprache, die von Herzen kommen und auch dort empfangen werden sollte.

Große Vorbilder sind darum für mich: Maurice Ravel, Claude Debussy, Francis Poulenc, Benjamin Britten,
Ralph Vaughan-Williams, Steve Reich und allen voran Johann Sebastian Bach.
Weitere Quellen der Inspiration finde ich bei Heitor Villa-Lobos, Karol Szymanowski, John Adams u.a.

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